MMCA: Crowdfunding, Flussdelfin und Berggorilla – MCA on Tour

von Selina Treffner

Info-Nachmittage zum Masterstudium Management of Conservation Areas in Wien (14.10.), in Klagenfurt (7.11.), Bern (21.11.), und Frankfurt (27.11.)

„Herzlich Willkommen hier am Dach des Naturhistorischen Museums“, begrüßt Dr. Brigitta Schmid die Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Info-Nachmittag vor der prächtigen Kulisse der Wiener Ringstraße. Schmid ist zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit des Museums, einer „Schatzkiste unserer Republik“. Sie hat vor einigen Jahren selbst das Studium absolviert und mit einer Masterarbeit über Naturdenkmale erfolgreich abgeschlossen. Das Masterprogramm habe immer Möglichkeiten geboten, „hinter die Kulissen zu blicken und neue Perspektiven zu eröffnen“.

„Fast ein Fünftel unseres Planeten sind Schutzgebiete, Nationalparks, Biosphärenparks, Welterbestätten. Um diese professionell betreuen und für kommende Generationen erhalten zu können, braucht es hochqualifizierte Profis. Und genau deren Ausbildung nimmt sich das Masterstudium an“, erläutert Michael Jungmeier, wissenschaftlicher Leiter des Lehrgangs an der FH Kärnten. Das Masterstudium Management of Conservation Areas richte sich an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Schutzgebieten weltweit und setzt einen Fokus auf Entwicklungszusammenarbeit. Die Ausbildung eröffnet Karrierewege in Schutzgebieten, in Forschung und Bildung, wie auch in NGOs beziehungsweise internationalen Organisationen, so Jungmeier.

Die Info-Veranstaltungen bieten ausgiebig Gelegenheit Fragen zu stellen. Besonderes Interesse haben die Gäste an den wissenschaftlichen Abschlussarbeiten des Programms. „Die Masterarbeiten untersuchen das Thema Schutzgebiet aus sehr unterschiedlichen Perspektiven. Das Spektrum reicht von klassisch naturschutzbiologischen Arbeiten, über soziologische, technische und rechtliche Themen bis hin zu betriebs-, regional-, und volkwirtschaftlichen Untersuchungen“, erläutert Prof. Michael Getzner, Mitglied im wissenschaftlichen Beirat. So seien beispielsweise Schutzmaßnahmen für bedrohte Flussdelfine in Nepal, für Berggorillas in Uganda oder schrumpfende Löwenpopulationen in Tansania ausgearbeitet worden. Studierende analysierten die Ökosystemleistungen von Nationalparks in Tschechien, Bangladesch oder Kroatien. Crowdfunding für österreichische Schutzgebiete wurde ebenso untersucht wie die Absiedelung von illegalen Siedlungen im Simien Mountain-Nationalpark in Äthiopien. Die meisten Arbeiten sind in der Publikationsreihe Proceedings in the Management of Protected Areas verfügbar gemacht: https://e-c-o.at/books.html.

Der Nachmittag in Wien bildet den Auftakt einer Reihe von Informationsveranstaltungen. Weitere Info-Tage sind für Klagenfurt (4.11.), Bern (21.11.) und Frankfurt (27.11.) geplant. Interessierte erfahren alles über Inhalte, Schwerpunkte und Berufsaussichten, die Absolventinnen und Absolventen des in Europa einzigartigen Masterstudiums erwartet. Im Anschluss gibt es die Möglichkeit zu individuellen Beratungsgesprächen, für die die Lehrgangsleitung persönlich zur Verfügung steht.

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