Mit Studi-Power zur „Third mission“ im UNESCO Biosphärenpark

von Selina Treffner

Science_Linknockberge lädt Studierende zum „Wochenende der Forschungsfrage“

„Neben Forschung und Bildung haben Universitäten zunehmend die Verantwortung, neue Erkenntnisse und neues Wissen unmittelbar gesellschaftlich verfügbar zu machen“, sagt Univ.-Prof. Franz Rauch von der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt. Diese Aufgabe werde als „Third mission“ einer Universität bezeichnet. Die Umsetzung der Forschungskooperation Science_Linknockberge zwischen UNESCO Biosphärenpark Nockberge*) und Universität Klagenfurt sei ein beispielhaftes Vorhaben dafür. Zum „Wochenende der Forschungsfrage“ haben sich fünf Studierende verschiedener Studienrichtungen und Fakultäten in der Nockregion eingefunden, um gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern des Biosphärenparks praxisrelevante Forschungsfragen zu erarbeiten.

„Eine gute Forschungsfrage ist aufregend, inspirierend und klar formuliert. Vor allem aber muss sie den Wissenschaftler/die Wissenschaftlerin selbst begeistern”, sagt Lisa Wolf. Lisa führte gemeinsam mit Julia Falkner durch das dreitägige Programm. An dessen Ende standen ausformulierte Forschungsfragen, die im Rahmen von Bachelor- oder Masterarbeiten weiterbearbeitet werden sollen. Die Ergebnisse stehen über die Biosphärenpark-Zeitschrift „Meine Biosphäre“ und die online-Plattform „Nockothek“ zur Verfügung.

Das Wochenende begann für die Studierenden mit einer Überraschung. Noch bevor sie theoretische Überlegungen anstellen oder wissenschaftliche Methoden diskutieren konnten, wartete eine Herausforderung anderer Art auf sie. In einem Workshop konnten die Studierenden das alte Handwerk der Besenbinderei kennenlernen und ihre eigenen Besen aus Birkenreisig binden. „Die Arbeit erfordert einiges an Geschick und Kraft“, berichtet eine Teilnehmerin, „es hat aber Spaß gemacht und mein Besen kann sich sehen lassen.“

Bei der Entwicklung der Forschungsfragen unterstützten Heinz Mayer und Corinna Oberlerchner vom Biosphärenpark, Julia Falkner, Franz Rauch, Kirsten von Elverfeldt und Max Peter Menzel von der Universität Klagenfurt sowie Lisa Wolf und Michael Jungmeier von E.C.O. Institut für Ökologie. Die Kooperation Science_Linknockberge ist eine viel beachtete Initiative des Biosphärenparks und hat Eingang in mehrere wissenschaftliche Publikationen gefunden, z. B.:

*) Kurzbezeichnung für: Kärntner Anteil des UNESCO Biosphärenparks Salzburger Lungau und Kärntner Nockberge

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