Klimafreundliche Forstwirtschaft unter Einbeziehung der Interessengruppen
Traditionelle Waldbewirtschaftungsmethoden im Natur- und Geopark Eisenwurzen, insbesondere solche, die auf Monokulturen zur Holzproduktion ausgerichtet sind, erweisen sich zunehmend als unzureichend, um den Herausforderungen des Klimawandels, von Naturgefahren, Schädlingen und Krankheiten zu begegnen. Dieses Projekt zielt darauf ab, die Widerstandsfähigkeit der Wälder durch innovative Bewirtschaftungsmethoden zu stärken. Die Hauptziele bestehen darin, replizierte Feldversuche in Fichtenbeständen im Durchforstungsstadium durchzuführen, alternative Durchforstungsmaßnahmen mit Totholzrückhalt zu testen und Verjüngungsmethoden (natürliche Verjüngung versus Pflanzung) zu vergleichen. Die Versuche werden auf Parzellen von mindestens 0,25 ha durchgeführt und stellen sicher, dass nur Standorte mit einheitlichen Standortbedingungen, einschließlich Boden, Topografie und Klima, verglichen werden. Das Projekt wird zudem die Fläche durch Artenvielfalt, Durchforstungsmaßnahmen und die Anreicherung mit Totholz wiederherstellen, wobei der Schwerpunkt auf Mischungen aus trockenheitsresistenten Arten liegt. Das Projekt wird standardisierte Feldmessungen und Wiederherstellungsindikatoren generieren, indem es Basisdaten und Daten des ersten Jahres zu wichtigen Indikatoren für klimafreundliche Forstwirtschaft (CSF) und Wiederherstellung erfasst. Darüber hinaus wird das Projekt die ersten Auswirkungen von CSF-Praktiken auf die Waldgesundheit, die Kohlenstoffspeicherung und die Biodiversität quantifizieren. Bei allen Aktivitäten wird die Einbindung von Waldbesitzern, Interessengruppen und Gemeinden im Natur- und Geopark Steirische Eisenwurzen in die Versuchsplanung einbezogen, ebenso wie der Wissensaustausch, der zur Politikentwicklung und zur Integration der Ergebnisse in Waldbewirtschaftungsstrategien beiträgt.