Transdisziplinäre Analyse von Institutionalisierungsprozessen am Beispiel von Vertigo moulinsiana

Bearbeiter Christina Pichler-Koban, Michael Jungmeier
Beauftragungsjahr 2016
Gegenstand des Forschungsprojektes sind gesellschaftliche und institutionelle Prozesse, die bewirken, dass gefährdete Tier- und Pflanzenarten auf Rote Listen gesetzt werden. Die Analyse erfolgt am Beispiel der Bauchigen Windelschnecke Vertigo moulinsiana. Ausgangshypothese ist, dass Rote Listen Normencharakter haben. Sie entspringen dem Bedarf nach Standards in konkreten Verwaltungs-, Rechtsverfahren und in politischen Entscheidungsprozessen. In einem inter- und transdisziplinären Diskurs und mit institutionstheoretischem Ansatz geht das Forschungsteam den Fragen nach: Welche gesellschaftlichen Prozesse, Interessenlagen und Machtverhältnisse finden in der Klassifizierung einer Art als „gefährdet“ ihren Ausdruck? Welche Auswirkungen hat das auf nachfolgende gesellschaftliche und institutionelle Prozesse? Welche generellen Schlussfolgerungen lassen sich daraus für die theoriegeleitete und praktische Naturschutzarbeit auf internationaler, nationaler und lokaler Ebene ableiten?