Vegetationsentwicklung am Nunatak des „Kleinen Burgstall“

Bearbeiter Hanns Kirchmeir, Michael Jungmeier
Auftraggeber Nationalpark Hohe Tauern Kärnten, Österreichischer Alpenverein
Beauftragungsjahr 2002
Der Kleine Burgstall (2.709 m SH) ist ein Gipfel der Glocknergruppe (Hohe Tauern, Kärnten), der zur Zeit des letzten Gletscherhochstandes um 1856 eisfrei geblieben ist. 2002 wurden eingehende Vegetationsuntersuchungen durchgeführt, die eine zeitliche Zuordnung der Vegetationseinheiten beinhalteten. Dabei wurde ein direkter Zusammenhang zwischen Entwicklungsalter der Fläche einerseits und Artenzahl, Deckungsanteil und Verteilung der Lebensformen der Vegetation andererseits sichtbar. Die Standorte sind seit dem letzten Gletscherhöchststand 1850 kontinuierlich vom Eis freigegeben worden. Ihre Erforschung ist vor allem deshalb so interessant, weil unterschiedlich alte Vegetationseinheiten entlang eines zeitlichen Gradienten räumlich nebeneinander in Erscheinung treten. In Zusammenarbeit mit dem Nationalpark Hohe Tauern und dem Österreichischen Alpenverein hat E.C.O. eine erste vegetationskundliche Erhebung des Kleinen Burgstall durchgeführt, die die Grundlage für ein kontinuierliches Monitoring bilden soll.